Geschrieben von Alan

Beton ist eines der ältesten Baumaterialien überhaupt. Im Verlaufe der Jahrhunderte wurde die Herstellung von Beton immer wieder abgeändert und verbessert, wodurch viele neue Betonsorten mit besseren oder speziellen Eigenschaften entdeckt wurden. Die Herstellung von Beton ist dem Grundrezept nach sehr unkompliziert, erfordert aber dennoch viel Fachwissen und exaktes Vorgehen. Gerade Beton, der bestimmten Anforderungen und baulichen Vorgaben genügen muss, sollte daher nur von Experten hergestellt werden. Neben der für jeden Bau separat notwendigen Betonsorte entscheidet auch die Art der Verarbeitung über das jeweilige Betonrezept.

Beton läuft aus dem Betonmischer für eine Bodenplatte

Allgemeine Bestandteile
Im Wesentlichen sind es nur fünf Komponenten, die zur Herstellung des Betons benötigt werden, nämlich Kies, Sand, Wasser und Zement, der wiederum aus Ton und Kalkstein hergestellt wird. Möglich ist auch die Beigabe von speziellen Zusatzstoffen. Ausschlaggebend für die späteren Eigenschaften ist vor allem die Zusammensetzung des Zements sowie das Mischungsverhältnis von Zement und Wasser. Das genaue Mischungsverhältnis orientiert sich an den gewünschten Parametern (druckbeständig, isolierend, feuerfest), am zukünftigen Einsatzort sowie an der gewünschten Konsistenz. Die jeweilige Beschaffenheit ist in der „DIN 1045–2“ klassifiziert. Sofern die Berechnungen es berücksichtigt haben, können auch sogenannte Verdrängungs- oder Füllkörper aus Polyethylen beigemengt werden. Das Gewicht des Frischbetons reduziert sich so um bis zu 30 Prozent, ohne die Stabilität und Festigkeit zu beeinflussen.

Mischung
Nach der exakten Berechnung der einzelnen Inhaltsstoffe kann der Beton gemischt werden. Dazu werden zuerst Kies und Sand (wird auch als Gesteinskörnung bezeichnet) abgemessen bzw. abgewogen und in den jeweiligen Mischbehälter (Kleinmischer, Mischfahrzeug) gegeben. Es folgt der Zement und anschließend – sofern benötigt – weitere Zusatzstoffe (beispielsweise Asche) und Hilfsmittel (wie etwa zusätzliche Flussmittel). Der so entstandenen Masse wird am Schluss die berechnete Wassermenge zugegeben, die mit dem Zement den sogenannten Zementleim bildet. Auch die Mischdauer aller Inhaltsstoffe muss zuvor genau berechnet werden. Bei Großbaustellen reicht die Mischdauer in der Regel aus, um die Masse mittels eines Mischwagens (Fahrmischer) zur Baustelle zu transportieren. Spätestens eine Stunde nach Ablauf der berechneten Mischzeit muss der Beton dann verarbeitet werden.

Wände aus Beton für den Hausbau

Verarbeitung
Auf der Baustelle gilt es, den noch flüssigen Beton (= Frischbeton) schnellsten zu verarbeiten, weil die durch das Mischen ausgelöste Verfestigung des Betons unwiderruflich ist. Die Konsistenznormung gibt dabei vor, ob der Beton durch leichtes oder kräftiges Rütteln, durch Stauchen oder durch gelegentliches Stochern verdichtet werden muss. Damit werden eventuelle Hohlräume oder Luftblasen in der Betonmasse beseitigt, was letztlich die spätere Stabilität verbessert. Ein wesentlicher Faktor bei der Betonverarbeitung im Außenbereich (Wintergarten, Fertiggaragen etc.) sind die Umwelteinflüsse sowie die jeweilige Jahreszeit. So bedarf der ausgegossene Beton in den Sommermonaten zusätzlicher Feuchtigkeit, während die kalte Jahreszeit eine Mindesttemperatur erfordert, die durch eine Abdeckung oder entsprechende Geräte erreicht werden kann. Spezielle Abdeckfolien schützen den Frischbeton vor Temperaturschwankungen, Witterungseinflüssen und vor dem Austrocknen zugleich.

Mit freundlicher Unterstützung von:  http://www.fertiggaragen.net/

 

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